a. Auch wir werden einst Zesum als Richter der Welt sehen, und vor seinem Richterstuhle Rechenschaft über unser ganzes Leben ablegen mäßen. Trachten wir jetzt, so zu leben, dass seine zweite Ankunft für uns nicht fürchterlich. sondern tröstlich und erfreulich sei.
b. Wenn böse Gedanken, böse Lüste oder unordentliche Begierden in unserm Herzen entstehen; wenn wir versucht werden, insgeheim etwas Böses zu thun, — o, so erinnern wir uns, dass uns einst Jesus öffentlich über alle unsere Gedanken und Wünsche, und über alle Handlungen richten wird, wenn wir sie auch noch so sehr vor den Augen der Menschen zu verbergen suchten.
e. Wenn wir hier auf Erden verkannt und verleumdet werden; wenn man uns böse Absichten unterschiebet, und uns unschuldig mancher Vergehungen anklaget: so trösten wir uns mit dem Gedanken an das allgemeine, öffentliche Gericht, wo unsere Nnsckuld von allen erkannt, und unsere Ehre gerettet wird.
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Evangelium am zweiten Sonntage im Advente. S. 5.
Inhalt. Johannes der Täufer, der Vorbote, Ankündiger und Zeuge des Erlösers, ist von Herodes Antipas, dem Mer- sürsten Galiläens, in das Gefängnis geworfen worden, weil er ihm sreimüthig sagte, dass es unrecht sei, die Gattin seines noch lebenden Bruders Philippus zur Frau zu haben. Bon diesem Gefängnisse aus sandte Johannes zwei seiner Jünger zu Jesu, und ließ fragen, ob er der verheißene Erlöser sei?- Ehristus rühmte dann die Heiligkeit des Johannes vor dem Volke, und nahm sich der Ehre seines Freundes an. Matth, li, 2-10.
Als Johannes die Werke Christi im Gefängnisse 2 börte, sandte er zwei aus seinen Jüngern, und ließ ihm sagen: Bist du es. der da kommen soll, oder 3 sollen wir auf einen andern warten? Und Jesus

