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b. Trachten wir vom Herzen demüthig zu sein; niemals sollen wir uns sür besser halten, als wir wirklich sind, und von unfern Vorzügen sollen wir immer mit Mäßigung und Bescheidenheit sprechen.

c. Neid oder Misgunst über das Lob und die Ehre unsers Mitmenschen soll nie unser Herz entehren, sondern freuen wir uns über die Vorzüge anderer, und suchen wir dieselben unter unsern Mitmenschen bekannt zu machen; freuen wir uns, wenn durch andere gute Lehren verbreitet. gute Beispiele gegeben werden.

6. Wenn wir Ehre und guten Namen bei unsern Mit­menschen, und ihre Liebe und ihr Vertrauen besitzen, so suchen wir es dazu anzuwenden, um desto mehr Gutes zu wirken, und desto kräftiger andere zur Frömmigkeit und Tugend zu ermuntern.

4.

Evangelium am vierten Sonntage im Advente. S. 8.

Inhalt. Johannes war schon vor seiner Geburt dazu bestimmt, die Ankunft des Messias den Juden zu verkündigen und die Herzen derselben sür die göttliche Lehre des Erlösers durch Buße und Besserung vorzubereiten. Daher steng er aus göttlichen Befehl im dreißigsten Jahre seines Alters an, in den wüsten Gegenden am Jordan-Flusse die Menschen zur Änderung ihrer Gesinnungen und zur Besserung ihres Lebens durch seine Predigten zu ermuntern und zu bewegen. Luk. 3, 16.

Im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers 1 Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger von Ju­däa, Herodes Vierfürst von Galiläa, Philipp, sein Bruder, Vierfürst von Jturäa und der Landschaft Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene war, 2 unter den Hohenpriestern Annas und Kaiphas, er-