hohen Rothes gewählt, welcher die höchste Obrigkeit der Ju­den war.

5. Die Priester und Schriftgelehrten haben aus den Schriften der Proseten, welche durch Eingebung Gottes die merk­würdigsten Umstände aus dem Leben des Messias viele Jahr­hunderte vorher verkündigten, erkannt, dass der Erlöser nach der Weißagung des Profeten Michäas zu Bethlehem im Stamme Juda sollte geboren werden.

6. Der Messias wird hier als ein mächtiger Anführer des Volkes Israel vorgestellt, der alle, die an ihn glauben und seine Lehre befolgen, zu seinem Reiche, zu einem Reiche der Wahrheit und Tugend versammeln, und über sie mit gött­licher Huld und Gnade herrschen wird.

7. Herodes erforschte von den Weisen die Zeit, wann ihnen der Stern erschienen war. um daraus die Zeit der Ge­burt und das Alter des Messias bestimmen zu können.

8. Der grausame und heuchlerische König fasste den ab­scheulichen Entschluss, das Kind bei erster Gelegenheit umzu­bringen, um nicht seinen Tron durch dasselbe zu verlieren.

9. Voll Freuden bemerkten die frommen Weisen außer Jerusalem den Stern wieder, der sie nach Jerusalem führte, der sich gegen Bethlehem hin bewegte, und da vielleicht einen Stral aus das Haus herabsenkte, in welchem Jesus sich befand.

11. Wenn die Weisen nicht durch die Eingebung Gottes über die hohe Würde des göttlichen Kindes wären belehret worden; so wäre es unerklärbar, wie sie Jesum, den sie in einem ärmlichen Stalle fanden, doch für den großen, mächtigen König Israels, welchen sie suchten, erkannten und anbeteten.

Nach der Gewohnheit des Morgenlandes durste es nie­mand wagen, ohne Geschenke zum Könige zu kommen. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhen, die kostbarsten Er­zeugnisse ihres Landes, um dem neuen Könige Israels ihre tiefste Ehrfurcht und Verehrung dadurch zu bezeugen.

12. ' In einem Traumgesichte wurden sie von Gott be­ehret, dass sie ja nicht zu dem argwöhnischen und grausamen

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