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Heiden waren, wie jener Schatzmeister der Königin Eandace, mögen gelesen haben, oder Gott selbst hat es ihnen geoffenbaret. Der Trost und die Hoffnung eines Erretters oder Messias, der in Judäa geboren werden und ein herrliches Reich errichten sollte, war um die Zeit der Geburt Jesu allgemein im ganzen Morgenlande verbreitet, und diese Weisen mögen noch nähere Ausschlüsse davon durch eine besondere göttliche Veranstaltung erhalten haben.
Da nun die Weisen gerade um diese Zeit ein außerordentliches Zeichen, einen glänzenden Stern am Himmel bemerkten, so fühlten sie sich gewiss nicht ohne göttliche Offenbarung überzeugt, dass diese wunderbare Erscheinung die Geburt des großen Königs der Juden, den erwarteten Messias bedeute, und machten stch alsogleich aus die Reise, um ihm ihre tiefste Verehrung zu beweisen. Sie giengen nach Jerusalem; denn wo anders als in der Hauptstadt des jüdischen Reiches und in der Residenz des Königs sollten sie diesen erwarteten Messias, diesen großen König der Juden, suchen und finden?
Z. Der König Herodes und die Einwohner Jerusalems geriethen über diese Frage in Unruhe und Verwirrung; der König, weil er fürchtete, dass er und seine Familie durch diesen neugeborncn Messias vom Trone würde gestoßen werden; die Einwohner Jerusalems aber aus Besorgnis wegen einer bevorstehenden gewaltigen Regierungsveränderung, oder eines blutigen Krieges, oder aus geheimer Freude, des boshaften und grausamen Herodes los zu werden.
4. Erzpriester waren die Oberpriester der 24 Priesterklaffen, in welche die Priester eingetheilt waren, und nach welchen sie im Tempel den Gottesdienst zu besorgen hatten, um bei den Opfern und priesterlichen Verrichtungen im Tempel alle Verwirrung und Unordnung zu vermeiden.
Schristgelehrte waren di« Schristausleger, welche dem Volke die heilige Schrift vorlasen und erklärten. Aus den Priestern und Schriftgelehrten wurden die Mitglieder des

