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e. Der Gottlose ist niemals, auch sogar auf dem Trone nicht ruhig und sicher. Immerwährende Furcht und Angst quälet ihn.

6. Wie hässlich war die Verstellung und Heuchelei des Herodes. Verstellung und Heuchelei entehret den Menschen, verräth böse Absichten und Gesinnungen, misbraucht das Zu­trauen und die Gutmüthigkeit anderer, macht das Leben ängstlich und zwangvoll, und bringt Verachtung und Schande. Wie liebenswürdig sind jene Menschen, welche sich überall so offen und aufrichtig benehmen, dass ihnen jedermann trauen kann!

6. Wie vergeblich war doch alle List und Verschlagen­heit des Herodes! Gottes Weisheit und Güte vereitelte alle seine boshaften Anschläge. Wir wollen nie auf Böses sinnen, nie verderbliche oder schändliche Anschläge fassen, um nicht Gott missällig zu werden. Böse Gesinnungen, Vorsätze und Handlungen kann Gott nicht segnen; sie stürzen uns in das eigene Verderben.

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Evangelium am ersten Sonntage nach der Erscheinung des Herrn. S. 26.

Inhalt. Maria und Josef gehen mit dem zwölfjäh­rigen Jesus nach Jerusalem zum Osterfeste. Sie suchen ihn, und finden ihn nach drei Tagen in dem Tempel unter den Schriftgelehrten, wo er auffallende Beweise seiner göttlichen Weisheit ablegt. Dieses und die Antwort, welche er seiner Mutter gab, waren unverkennbare Winke aus seinen künftigen Beruf und auf seine göttliche Würde. Er kehrte mit seinen Altern nach Nazareth zurück, und gab ihnen überall Beweise seines Gehorsams und seiner Ergebung. Luk. 2, 4252.

Als Jesus zwölf Jahre alt war, reiseten sie, 42 wie gewöhnlich, zum Feste nach Jerusalem. Und da sie am Ende der Festtage wieder zurückkehrten, blieb 43