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der Knabe Jesus in Jerusalem, ohne dass es seine

44 Altern wussten. Da sie aber meinten, er sei bei der Reisegesellschaft, so machten sie eine Tagreise, und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten.

45 Und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jeru-

46 salem zurück, und suchten ihn. Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel, sitzend unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.

47 Und es erstaunten alle, die ihn hörten, über seinen

48 Verstand und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, T

wunderten sie sich, und seine Mutter sprach >zu ihm:

Kind, warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!

49 Und er sprach zu ihnen: Warum habet ihr mich ge­sucht ? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muß,

50 was meines Vaters ist? Sie aber verstanden die

51 Rede nicht, die er zu ihnen sagte. Und er zog mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter bewarte alle diese

52 Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Erklärungen.

42. Jeder erwachsene Mann unter den Juden war ver­bunden, jährlich an einem der drei größten Festtage nach Je­rusalem zu reisen, um da in dem Tempel Gott anzubeten, und

die vorgeschriebenen Opfer darzubringen. Die Frauen thaten #

dieß aus besonderer Andacht. So reiseten Joses und Maria

mit Jesu zum Osterfeste nach Jerusalem.

43. Als die frommen Altern von Jerusalem nach Hause reiseten, giengen sie noch einmal in den Tempel. Hier geschah

es, dass sie Jesum unter der Menge der Menschen aus den «

Augen verloren. In der gewissen Überzeugung, dass er mit den übrigen Bekannten werde abgereiset sein, giengen sie eine Tag- ^

reise weit, und hofften ihn in der ersten Nachtherberge unter ^

den Verwandten zu finden. ; *j