41

12 .

Evangeliu in am zweiten Sonntage nach der Erscheinung des Herrn. S. 28.

Inhalt. Jesus hatte bald nach seiner Taufe und nach der Versuchung in der Wüste seine ersten Jünger berufen. Um sie nun im Glauben an ihn als den verheißenen Messias zu stärken, und um seine nächsten Anverwandten von seiner höhern, göttlichen Würde zu überzeugen, verwandelte er zu Kana in Galiläa durch seinen allmächtigen Willen Wasser in Wein. Jesus wirkte dieses erste Wunder bei Gelegenheit einer Hochzeit, um seine Achtung gegen den Ehestand, der im Paradiese eingesetzet wurde und den er zur Würde eines heil. Sakramentes erhob, deutlich an den Tag zu legen. Joh. 2, 111.

In der Zeit ward eine Hochzeit gehalten zu 1 Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit 2 geladen. Und als es am Weine gebrach, sagte die 3 Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein! Jesus aber sprach zu ihr: Weib, was habe ich mit 4 dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht ge« kommen. Da sagte seine Mutter zu den Dienern: 5 Was er euch sagt, das thuet. Es standen aber da- 6 selbst sechs steinerne Wafferkrüge zu den bei den Juden üblichen Reinigungen, wovon ein jeder zwei bis drei Maß hielt. Jesus sprach zu ihnen: Füllet 7 die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis oben.

Und Jesus sprach zu ihnen: Schöpfet nun und 8 bringet es dem Speisemeister! Und sie brachten es 9 ihm. Als aber der Speisemeister das Wasser kostete, welches zu Wein geworden war, und nicht wusste, woher das wäre (die Diener, welche das Wasser geschöpft hatten, wussten es), rief der Speisemeister 10 den Bräutigam, und sprach zu ihm: Jedermann