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31 Zn der Zeit legte der Herr Zesas dem Volke dieses Gleichnis vor, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkörnlein, welches ein Mensch
32 nahm, und auf seinen Acker säete. Dieses ist zwar das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es das größte unter allen Kräutern, und es wird zu einem Baume, so dass die Vögel des Himmels kommen, und in seinen Zweigen
33 wohnen. Ein anderes Gleichnis sprach er zu ihnen: Das Himmelreich ist gleich einem Sauerteige, den ein Weib nahm, und unter drei Maß Mehl verbarg,
34 bis alles durchsäuert war. Alles dieses redete Jesu- durch Gleichnisse zu dem Volke, und ohne Gleichnisse
35 redete er nicht zu ihnen; damit erfüllet würde, was durch den Profeten gesagt worden, der da spricht: Ich will meinen Mund aufthun in Gleichnissen, und will aussprechen, was vom Anbeginne der Welt verborgen war.
Erklärungen.
31. Die christliche Kirche kann mit einem Senfkörnlein verglichen werden.
32. Dieses ist zwar klein, — aber es wächst zu einer großen Staude, treibt viele Äste und breite Blätter, so dass Vögel darunter Schutz und Ruhe finden können. — Ebenso ist die Zahl meiner Anhänger jetzt noch klein und unbedeutend; aber sie wird sich in der Folge weit aus Erden verbreiten, viele Völker werden sich zu meiner Kirche bekennen, und in meiner Lehre Trost, Beruhigung und Seligkeit finden.
33. Die Lehre des Ehristenthums kann zwar jetzt mit einer kleinen, unbedeutenden Masse Sauerteigs verglichen werden; sie wird aber in der Folge viele Länder durchdringen und unzählige Menschen umändern, bessern und beseligen, so wie ein wenig Sauerteig eine Menge Mehls durchsäuert, und zum schmackhaften Brote macht.

