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Evangetium am Sonntage Septuage- s i m ä. S. 37.
Inhalt. Einst trafen die Jünger ihren göttlichen Herrn, und sprachen: Herr! wir haben alles verlassen, und find dir nachgcsolgt. welche Belohnung wird uns dafür? — Diese Frage gab nun auch zu einem Gleichnisse Veranlassung. Jesus wollte dadurch seine Apostel und Jünger belehren, dass auch die spätern Verkünder und Bekenner seiner Lehre, wenn sie treu und eifrig in der Befolgung seiner Religion sein würden. dieselbe himmlische Seligkeit erlangen und genießen werden, welche den Aposteln und ersten Gläubigen verheißen war. Matth. 20. 1—16.
1 In der Zeit sprach der Herr Jesus zu seinen Jüngern dieses Gleichnis: Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am frühesten Morgen aus- gieng. um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen.
2 Als er nun mit den Arbeitern um einen Zehner für den Tag übereingekommen war. sandte er fie in
3 seinen Weinberg. Und um die dritte Stunde gieng er (wieder) aus. und sah andere müßig auf dem
4 Markte stehen, und sprach zu ihnen: Gehet auch ihr in meinen Weinberg, so werde ich euch geben, was
5 recht ist! Und fie giengen hin. Abermal gieng er aus um die sechste und neunte Stunde, und machte es
6 ebenso. Und als er um die eilfte Stunde ausgieng, fand er (wieder) andere da stehen, und sprach zu ihnen: Warum stehet ihr hier den ganzen Tag mü-
7 ßig? Sie antworteten ihm: Es hat uns niemand gedungen. Da sprach er zu ihnen: So gehet auch
8 ihr'in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden, sprach der Herr des Weinberges zu seinem Verwalter: Lass die Arbeiter kommen, und gib ihnen den Lohn, von den letzten angefangen bis zu den
9 ersten. Da nun die kamen, welche um die eilfte

