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Stunde eingetreten waren, empsieng ein jeder einen ^ Zehner. Als aber auch die ersten kamen, mein- 10 ten sie, mehr zu empfangen; aber auch von ihnen erhielt jeder einen Zehner. Und da sie ihn empfiengen. 11 murrten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese, die letzten, haben nur Eine Stunde gearbeitet, 12 und du hast sie uns gleich gehalten, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben. Er aber ant- 13 wartete einem aus ihnen, und sprach: Freund! ich T thue dir nicht unrecht; bist du nicht um einen Zehner ' ' mit mir übereingekommen? Nimm, was dein ist, und 14
geh hin; ich will aber diesem letzten auch geben wie 15 dir. Oder ist es mir nicht erlaubt, zu thun, was ich will? Ist dein Auge darum schalkhaft, weil ich gut 1t> bin? Also werden die letzten die ersten, und die ersten die letzten sein; denn viele find berufen, aber wenige find auserwählt.
Erklärungen.
1. In der christlichen Kirche geschieht das nämliche,
was einst der Hausvater gethan hat, der früh morgens
Arbeiter in seinen Weinberg mietete. — Die Juden theil- ten, wie die Römer, den Tag und die Nacht in zwölf Stunden. Früh morgens, oder die erste Stunde des Tages bei den
Juden ist nach unserer Art zu zählen die sechste Stunde des Morgens. Die dritte Stunde ist neun Uhr vormittags. Die sechste Stunde ist zwölf Uhr mittags. Die neunte Stunde ist
I drei Uhr nachmittags. Die eilfte Stunde ist bei uns fünf
Uhr abends.
2. Ein Groschen oder ein Zehner beträgt fünfzehn
Kreuzer.
3. Schaffner wurde jener genannt, welcher die Oberaufsicht über die Arbeiter und ihre Geschäfte hatte, und
L ihnen den versprochenen Lohn ausbezahlte. — Fange von I denjenigen an, welche die letzten zur Arbeit gerufen und
! gekommen sind.
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