Messias-Würde, von den Folgen ihres Unglaubens, und andere Wahrheiten aus einige Zeit mit einem leichten Schleier bedeckte, weil die sinnlichen Juden, die mit dem Gedanken des Messias-Reiches immer eine irdische Macht und Herrlichkeit verbanden und unter dem Messias sich immer einen Helden und König vorstellten, durch die offenen und unverhüllten Äußerungen Jesu über diese Wahr­heiten leicht zu Unruhen, zum Ungehorsame gegen die römische Obrigkeit und zu blutigen Kriegen hätten verleitet werden können.

9. Wer Einsicht und guten Willen genug hat, der gebe aus meine Worte wohl Acht und denke über das Gesagte nach. Denn viele haben Augen, und wollen meine Wunder nicht sehen. viele haben Ohren, und wollen meine Lehren nicht hören; ihr Verstand ist durch Vorurtheile verblendet, ihr H->z durch Bos­heit verstockt.

10. Ihr seid jetzt schon im Stande, den Sinn und die Bedeutung meiner göttlichen Lehre zu fassen, weil ihr schon lange mit mir umgehet und die Wahrheit mit demüthigem und lernbegierigem Herzen suchet. Die andern hingegen haben diese Fähigkeit noch nicht, die Lehren meiner Religion ohne Bild und Gleichnis zu fassen und zu verstehen. Diesen trage ich die Wahrheiten meiner Religion in Gleichnissen vor, weil sie,' vb- schon sie meine Wu der mit Augen sehen, mich doch nicht als den verheißenen Messias erkennen; weil sie, obschon sie den deutlichsten Unterricht von mir hören, meine Lehre doch nicht richtig aus- sassen und »erstehen; und das geschieht wegen ihrer Vorurtheile und ihrer Leidenschaften.

12. Der Säemann ist Jesus, der Erlöser der Welt, welcher gekommen ist, seine göttliche Lehre den Menschen zu verkündigen. Der Same ist da; göttliche Wort. Das Erdreich, in welches die göttliche Lehre gesäet wird, um reichliche Früchte zur Besserung und Lugend zu bringen, sind die Herzen der Menschen. Mit dem am Wege ausgestreuten * Samen kann man jene Menschen vergleichen, welche die gött­liche Lehre des Evangeliums zwar anhören, aber sich von der