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wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzel, sie glauben eine Zeit lang, und zur Zeit der Ver-

14 suchung fallen sie ab. Das, was unter die Dörner fiel, das sind die, welche gehört haben, aber dann hingehen, und in den Sorgen, Reichthümern und Wollüsten des Lebens ersticken, und keine Frucht

15 bringen. Was aber auf gute Erde fiel, find die, welche das Wort hören, und in dem guten und sehr guten Herzen behalten, und. Frucht bringen in der Geduld.

Erklärungen.

4. Als eines Tages sehr viel Volkes den göttlichen Heiland umgab, und eine Menge Menschen aus den Städten ihm nachsolgte, suchte er die verschiedenen Wirkungen seiner Lehre in den Herzen der Menschen durch ein Gleichnis *) deutlich zu machen.

*) Anmerkung. Jesus lehrte gewöhnlich durch Gleich­nisse, weil aus diese Art übersinnliche, höhere Wahrheiten durch einen sinnlichen, bekannten Gegenstand mehr beleuchtet, und verständlicher gemacht werden; weil man die erhabensten Wahrheiten der Religion in einem bekannten sinnlichen Bilde gleichsam anschauen, leichter aufsassen, dem Gemüthe tiefer eindrücken, im Gedächtnisse länger behalten und oster in sich erneuern kann. Jesus gebrauchte aber insbesondere häufig Bilder und Gleichnisse, damit die feindseligen und arglistigen Pharisäer ihn wegen seiner Freimüthigkeit, mit i welcher er ihnen ihre Fehler vorwarf, und sie bestrafte, nicht so leicht verfolgen und verhasst machen konnten, indem er unter irgend einem Bilde oder Gleichnisse ihnen ihre Heuchelei und Verstellung, ihre Lieblosigkeit und Hart­herzigkeit, ihre Bosheit und Ungerechtigkeit vor die Augen hielt, so dass sie wider ihren Willen ihre Fehler erkennen muhten, ohne ihn doch deshalb anklagen zu können. Jesus lehrte in Bildern und Gleichnissen, da­mit er die Lehren von dem Messias-Reiche, von seiner