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abwesend war, zu wissen machen: „Herr! ließe« sie ihm sagen, siehe, den du lieb hast, ist krank." Aus der Liebe, mit welcher ihnen Jesus zu ethan war, konnten sie schließen, daß er gewiß kommen, und da er so viele andere gesund gemacht halte, auch ihren so lieben Bruder gesund machen würde. Von einem Freunde läßt sich auch nichts anders erwarten, als daß er alsobald her- beyeilen, und seine hülsreiche Hand über ihn zur Genesung ausstrecken würde. Aber Jesus sagte blos: „Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit hierdurch Gottes Sohn verherrlicht werde." Er blieb noch einige Tage: und Lazarus war indessen gestorben, und begraben worden.
Gewiß war dieser Vorfall keine geringe Prüfung für die beyden Schwestern, und forderte keine gemeine Festigkeit im Glauben an Jesum aus; zuharren. Sie wußten, daß er ihren Bruder liebte, und viele Kranke abwesend durch ein bloßes Wort, so wie gegenwärtig gcheilet hatte. Was wäre es gewesen, wenn er diesen seinen Freund so, wie des Hauptmanns Knecht durch ein Wort, durch den Wink seiner Macht den Schwestern gesund wieder zurück gegeben hatte? Aber diese Prüfung wollte seine Weisheit zu ihrem und feiner Jünger Besten, ste sollten im Glauben noch mehr befestiget werden, und sammtlich Zeugen der Verherrlichung seyn, in welcher Gott feinen emgebornen Sohn den Menschen zeigen wollte.
j So sterben uns oft würdige Freunde, zart-' Sich Geliebte, und wir wissen, daß Goltes Macht
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