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Uv, als den lebendigen Zeugen, an dem daS Wunder war gewirkt worden, zu lobten suchten.
Und so hat von jeher der Haß sich seines ge- häßigen Gegenstandes zu entledigen gesucht, und die Rache gegen den Schuldlosen Blut zur Befrie. bigung gcwünschet. In einer solchen Gemüths« stimmung untersucht man nie die Richtigkeit seiner Gesinnung oder die Unschuld des Gegenstandes. Jedes neu verrichtete Gute, jedes wiederholt gelegte Verdienst giebt der Bosheit neue Nahrung, daß sie nicht ehe ruht, als bis sie den Gehaßten ins Verderben gcstürzet hat. Möchte uns dieß abschrecken, unfern Neigungen in der Jugend zu sröhnen! Sie übergehen leicht in unbändige Leidenschaften, die den Verstand gefangen halten, und an dem so nothwendigen Nachdenken über unfern Hcrzenszustand hindern, und reißen alle Besinnung unk sich fort bis zu den verderblichHen Werken der Sü.-.de und des Lasters. Hatte der hohe Rath 'ruhig, ohne Vorurrheil, v'^ne vorgefaßte Meinung, ohne Herzrnserbittcrung über Jesum und seine Wunderthat überlegt: wie ganz anders würde >cr Schluß hervorgegangen seyn! Und so sollte doch jeder, der über eine den Nebenmenschen be» treffende wichtige Sache, in Sinn und Herzende, schaffen seyn, wenn endlich unser Urtheil nicht schief und ungerecht Ausfallen soll.

