Seine Jünger, die es gar nicht vermukhen konnten, welche Wohlthat ihnen Jesus bis auf die letzte Zeit aufgehoben hatte, fragten ihn, wo fie für ihn Ostern zubereitcn sollten? Es bestan, den diese in der Genießuug eines Lammes und der ungesäuerten Brode zum Angedenken der Be« freyung Israels aus der Dienstbarkeit Egyptens, wie es Gott alljährlich zu thun befohlen hatte, und sie waren im Ganzen das treffende Vorbild seines großen und wichtigen Merkes der Menschen- erlöfung, daß auch er geduldig und sanft wie ein Lamm sein Leben hingeben würde, die Menschen aus der Sklaverey der Sünde zu befreyen. Diese Erinnerung sollte dem Christen seine Ostern alle­zeit werth und theuer machen, und sein Herz zu einer solchen Dankbarkeit gegen Jesum erheben, die sich stets bemühte ihm durch Befolgung seiner Lehren und Beyspiele zu gefallen.

Jesus, dem nichts unbekannt war, schickte zwey seiner Jünger in die Stadt, und trug ih. nen auf, einen Menschen, der einen Wafferkrug trüge, bis in das Haus nachzugehen, und dem Hausvater zu sagen:der Meister läßt dir sagen, meine Zeit ist nahe; ich komme mit meinen Jün­gern, Ostern bey dir zu halten." Die Jünger fanden es so, wie ihnen Jesus gcsaget hatte, und der. Hausvater wies ihnen alsobald einen großen Saal zur Feyer ihres Abendmahles an.' Hier hatten die Jünger abermal einen Beweis, daß Jesus alles wußte, und die Herzen der Menscheu nach seinem Willen lenken konnte. ,

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