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Am Abende des Tages kam Jesus mit seinen Jüngern zum Abendmahle, und genoßt mit ihnen daS Osterlamm, wie es das Gesetz verordnele, und sagt ihnen, mit welcher Sehnsucht er diese letzte Ostern mit ihnen zu feyern gewünschet habe; denn von nun an werde er es nicht mehr mit ihnen essen, noch von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis Gottes Reich komme. Alle aßen und tranken in frommer Fröhlichkeit bis auf den Ver- rather, dessen Herz schon durch Habsucht vergiftet war, und ihm nicht Ruhe gab, bis er sein schweres Verbrechen ausführte. Möchten wir es fühlen , daß nur der Bissen mit einem ruhigen frommen Herzen genossen, zum Segen gedeihet, nnd daß Leidenschaft auch die gesündeste Nahrung in Gift und Verderben verkehret.
Und nun nach genossenem Osterlamme schritt Jesus zu der wichtigen Handlung, welche sein Angedenken bey seinen Anhängern in allen Zeilen verewigen sollte. Er nahm das Brod in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, hob seine Augen, mit Dank zu seinem himmlischen Vater empor, segnete das Brod, brach es, und reichte es seinen Jüngern zum Genüße: „Nehmet hin, sprach er, und esset; das ist mein Leib, der für euch hinge- geben wird, das thuek zu meinem Angedenken." Eben so nahm er den^ Kelch, und dqnkte, segnete ihn, und gab ihn seinen Jüngern: „Trinket alle daraus, sagte er, denn das ist mein Blut des neuen Bundes, welches für euch und für viele zur Nachlassung der Sunden wird vergossen werden." Und so war das Denkmahl erlichtet, za
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