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wohin sich Jesus oft des Gebethes halber mit sei­nen Jüngern begeben hatte. Der frommen Be­trachtung und Anbetung deS Schöpfers steht die ganze Natur zu Dienst : und welche hohe Selig, keit empfindet der in seinem Gebethe, welcher es v.rsteht, im Geschöpfe den Schöpfer zu finden, und von der schönen und wohlthatigen Ordnung in der Natur zur sittlichen Ordnung in seinem Wandel einen weifen Uebergang zu machen. Möch­ten wir in diesen Betrachtungen Jesu Nachfolgen, und uns zur Stärkung unfers Geistes so edle und reine Vergnügungen aus der Natur herholen!

Hieher begab sich Jesus heute wieder mit sei­nen eilf Jüngern. Bey Gethsemane, einen an­genehmen Thale dieses Berges, wo ein Landhaus stand, ließ er sie warten, und nahm nur die drcy Jünger Petrus und die beyden Söhne des Zebe» daus zu sich. Diesen gestand er seinen traurigen Zustand, und das schwere Gewicht, das jetzt auf seinem Herzen lag :Meine Seele, sagte er, ist betrübt bis in den Tod/' Er war Mensch, und es war ganz natürlich, daß die Menge, Größe und Dauer seiner Leiden, die ihm bevorstanden, tie­fen Eindruck in seine Seele machen mußten. Da­her bath er auch noch diese drey Jünger bey ihm zu bleiben, und mit ihm zu wachen.

Aber wo ist Trost unter den Menschen für ein schwer leidendes Herz? Gute Menschen neh­men Theil, und fühlen nach der Anhänglichkeit ihres Herzens an uns unsere Leiden mit; und hier ist alles, was sie thun können. Böse Menschen frohlocken, und vermehren eben hierdurch unser Lei-