den. Oben über uns ist der einzige üurll deS Trostes, und dahin nahm Jesus in tiefer bitter» Stunde seine Zustuchr. Er entfernte sich noch ein wenig auch von diesen drcy Jüngern, und fiel vor Gott, seinem Vater, auf sein Angesicht: ,,Va« ter sprach er. ist es möglich, so lasse dies n Kelch von mir vorübergehen; aber nicht wie ich will^ sondern wie du willst." Ein vortrefiich untere richtendes Gcbeth für jede leidende Seele! Ohne Leiden ist kein Menschen Leben hiernieden, und auch die in Freude schwimmen, fühlen ihre Sun, den des Leidens. Abscheu vor, jedem unangeneh, men Gefühle liegt in unserer Seele> und dev Wunsch und das Bestreben jedes Leiden von sich zu entfernen, ist eben sy natürlich, als das Ver, gnügen und das Verlangen nach Freude. Ditz Gott ergebene Seele weiß sich aber höher zu erhe­ben, und unterwirft sich dem Willen dessen, ohne den ihr kein Haar gekrümmt werden kann.

Jesus kam zurück zu seinen drep Jüngern, und fand sie schlafen. So wenig waren auch diese drey gewählten ihm zum Tröste in dieser schweren Stunde des Leidens! Ein allgemeines Bild, was oft der Mensch dem Menschen ist. Unser Herz ist gut gesinnt; es fühlt aber auch nicht selten unübersteigbare Beschwerden zur Lin, derung der Leiden seines Mitmenschen.So habt ihr, sagte er zum Petrus, nicht eine Stunde mit mir wachen können? Wachet und bethet, auf daß ihr nicht in Versuchung fallet. Dev Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach/* Der göttliche Menschenfreund «bersah es nicht,