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haß das naUuliche Bedürfniß die guten Junger bey aller ihrer Anhänglichkeit und Liebe gegen ihn dennoch überwältiget hatte, und daß die nahe Anfechtung über sie in diesem Zustande noch mehr vermögen würde. Er ließ sie aber doch ruhen, und begab sich wieder in das Gebelh zu seinem Vater: „Mein Vater, sprach er mit schweren, aber ganz ergebenen Herzen, ist es nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Willen!"
Die Jünger schliefen noch immer, und Jesus fühlte nun den ganzen Drang des Leidens, Alle Schmerzen, die auf ihn warteten, alle Verhöhnungen, die man ihn anrhun würde, alles, was er dulden würde, stellte sich seiner Seele dar, und eine Todesangst beugte ihn kraftlos zu Boden. Blutige Schweißtropfen traten in sein Angesicht , und zeigten die Heftigkeit des schweren Kampfes. Aber er wiederholte mit Ergebung und Inbrunst sein Gebeth, und sein Vater sah auf ihn mit mächtiger Stärke von oben. Es erschien. chm ein Engel vorn -Himmel, und stärkte ihn.
So bedurfte Jesus, der so mächtig und stark noch vor kurzem zur Genesung anderer gewirtet hglte, selbst Kraft und Labung. Ein unbezwei- feller Beweis, daß er eben so wahrer Mensch sey, der so leiden könne wie andere Menschen; als es seine Wunder bewiesen, daß er der versprochene Gesandte Gottes sey, der die Menschen durch Lehre und eigenes Beyspiel zum Himmel vervoll- kommen, und durch seinen Tod zu dessen Besitz-

