übersieht das im Bösen verstockte Herz alles, was zu seiner Besserung ist, und findet nicht ehe Be­ruhigung, als bis cs feine boshaften Anschläge ins Werk geseher' hat. Judas kehr.e weder da­zumal zurück, als ihm auf seine Frage: ,,Herr! bin ichs?" Jesus deutlich sagte:du sagst es^ sondern ging vielmehr hm, sein Verbrechen zu beschleunigen.

Niemand war über diese Zumurhung Jesu mehr bekümmert, als der eifrige Petrus. Er winkte also dem geliebten Jünger Johannes den göttlichen Lehrer um das zu fragen, was er sich nicht getraute:Herr ! sagte denn dieser voll Un­schuld und Liebe, wer ist es ?" Und Jesus sag. tc ihm:dem ich das eingetunkte Brod reichen werde;" und er gab es dem Judas Jskariot des Simons Sohn, und sagte ihm:Was du thust, das thue eilends." Mit Zorn erhob sich der- sewicht vom Tische, und ging hin sein teuflisches Vorhaben noch in eben der Nacht auszusühren. Keiner von den Jüngern wußte es, was Jesus seinem Verrather gesagt hatte, viekeichk, dachten sie, etwas zu dem Festtage einzukaufen; vielleicht etwas für die Armen zu besorgen; so sehr hatte Jesus die Ehre des Verrathers, auf welche die­ser doch schon lang Verzicht geth^n hatte, vor seinen Jüngern geschonet l Möchte rms dies Bey, spiel unterrichten, wie thcuer uns in jedem Falle die Ehre unserer Mitmenschen seyn soll! Und nun erhob er seinen Geist zu Gott seinem Vater- und sprach mit großem Herzen:Nun ist deS Menschen Sohn verherrlichet, und Gott ist itt