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in seinem Jrrlhume erhalte« wird. Seine Ge- rechtiakeitslrebe hakte ihm selbst ein ernsthafteres Verfahren gegen das Volk, und dessen Aufwieg. ler zum Besten des Unschuldigen anralhen sollen. Aber der schwache Mann wollte seinem Gewissen genug thun, und auch die Volksgunst nicht ver­lieren, und so ward viel lieber der Unschuldige auf eine unsichere Loslassung hingegeben. Machen wir es anders, wenn wir ern Wort der Pflicht wider einen Freund oder Liebling sprechen sollen? auch da suchen wir Auswege, und glauben dadurch der gerechten Sache und unserm Gewissen genng zu thun.

Pilatus fand mit dem ersten Aufrufe hes Volkes, daß er sich in seiner Meinung getäuscht hatte; denn allgemein schrien sie: -.Nimm diesen hin ! Laß uns Barabbam loS!" Ek gestand es ihnen abcrmal, und es war dieß das dritte Mal, daß er an Jesu keine Schuld finde; aber ihr Ge- schrey vermehrte sich, und überall hallte es nach: Kreuzige ihn » Kreuzige ihn!" Wie unlerschitchea tönt dieses Wort des TodeS von dem frohen Ho- fanna des Jubels, das eben ihr Mund vor we­nigen Tagen ausgesprochen hatte! Wie ernstlich sdltte jeder, selbst der geringste im Volke, es sich angelegen ftpn lassen, von jeder Sache richtige Begriffe zn haben, um vom Worte de- Ansehens nicht geblendet, sich irre führen zu lassen. Konnte die Erweckung des Lazarus, konnten so viele Wohl« thaten schon vergessen seyn? Aber Haß und Rache breiten durch Verläumdung i, r Feuer ans, und