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ruhen nicht, bis sie den unschuldigen Gegenstand fallen sehen.
Pilatus, der nach immer Jesum zu entlassen suchte, hatte nun noch das grausame Mittel der, Geißlung ergriffen, und so wie ihm Jesus von den Kriegsknechlen, mit Wunden und Blut und Verhöhnung und Schande bedeckt, war überbracht worden, führte er ihn vor das Volk. Der rohe Krieger hatte die anbefohlene Geißlung, so gefühllos und grausam er sie auch verrichtet hatte, für seinen gefühllosen Sinn nicht hinlänglich befunden , sondern sich noch andere muthwillige, schimpfliche und schmerzliche Behandlungen des Unschuldigen erlaubet. Nach der grausamen Zerfleischung feine- Körpers durch so viele heftige Geißelstreiche, umhingen sie ihm einen asten Soldatenmantel, drück- len einen von Dornen geflochtenen Kranz auf sein Haupt, gaben ihm statt eines Scepters ein Rohr in die Hand, spieen ihm ins Angesicht, gaben ihm Backenstreiche, knieten vor ihm nieder, und verhöhnten ihn als einen Afterkönig. So schwarz war die Stunde der Finsterniß, in deren Gewalt sich jetzt Jesu befand! Wie sehr beschämt er durch seine Sanftmuth in Leiden unsere allzugroße Empfindlichkeit, vermöge welcher wir Beleidigung wahnen, wo nur zu oft keine ist.
In diesem schmerzlichen Zustande, in diesem schimpflichen Aufzuge führte der gefällige Richter den unschuldig anerkannten Gefangenen vor die blutgierigen Augen der rachsüchtigen Oberhäupter «nd irrig geleiteten Menge, und getraute ihnen,

