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au seiner eigenen Beruhigung, so viel Menschen, gefühl zu, daß sie ein so zurückschreckender Anblick^ eineö so grausam zerfleischten Körpers, eines so unschuldig und schimpflich verhöhnten Mannes, Zum Mitleid bewegen, und gegen ihn milder machen wurde: „Da sehet einen Menschen!" sagte er, und erwartete Schonung für sein Leben. Aber die hohen Priester und ihre Diener wiederholten das Geschrey : „Kreuzige ihn! Kreu. zkge ihn!" Und so waren alle Mittel fruchtlos, welche der schwache Richter zur Entlassung des Gerechten anwandte, und seine Furchtsamkeit willigte in ihr Verbrechen.
Gewiß gehöret mehr als menschliche Bosheit dazu , einen so erbärmlichen Anblick ertragen und mit wilden Geschrcye zum Tode rufen zu können. Aber auch Menschen können so weit kommen, wenn sie'ihrem Neide, ihrem Hasse, ihrer Rachsucht nicht nur keine Granzen setzen, «ondern vom Jrrkhume | geleitet ihre niedrige Leidenschaft für gerechten und f Gott gefälligen Eifer halten. Solche Leute sind zu unfähig über sich und ihre Handlungen nachzudenken, und hassen alle, die sie eines bessern belehren, und von ihren irrigen Meinungen abbringen wollen. Die Wurzel ihres bösen Sinnes liegen zu tief, und sie denken von sich zu doch, als daß sie glauben sollten, es wäre.Pflicht zu untersuchen, ob man auch richrig denke; und m !■ seinem Herzen ein heimliches Laster verberge. Der Rechtschaffene, der ihnen schon durch seinen richtigen Wandel ein raglick strafender Vorwurf ihrer i. Heuchele- ist, wird der Gegenstand ihres Haffes

