34* Jesus tragt sein Kreuz nach Golgotha. (Luc. 23 .)
A^ilatus, der sich bisher bemühet hatte, Jesum T mit der Hand der Gerechtigkeit zu befreyen, und selbst zu schwach war, ein gerechtes Wort der Macht wider die Meinung eines durch Bosheit aufgercitzten Volkes zü Gunsten des unschuldig Beklagten zu,sprechen, setzte sich zum letzten Verhöre auf Gabbatha, einen für diese Gerichtshandlung bestimmten Platz, hin, und ließ sich Jesum zum letzten Male vorführen: „Seheteuren König!" sagte er, und Alle wiederholten ihr Mordge- schrey:.„Hinweg mit ihm! Hinweg mit ihm! Kreuzige ihn !" Diese hartnäckige Beharrlichkeit überzeugte ihn nun von der Unmöglichkeit Jesum ihren blutgierigen Händen zu entwinden. Gewalt wäre zwar hier daS einzige Mittel gewesen, aber die Furcht, in welche den schwachen Richter manche drohende Reden der Hohenpriester gesetzet hatie, hatte ihm hierzu alle Festigkeit benommen: er wusch sich also seine Hände zum Zeichen seiner Unschuld an Vergießung dieses Blutes, sprach das Todesur» theil über Jesum, und überließ ihn ihren Wsllen.
Kann Wasser unschuldiges Blut abwaschen, dessen Vergießung ein männliches Wort der Pflicht
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