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hätte verhindern können? So täuschen wir. uns leider! oft noch heut zu Tage durch schimmernde Gründe, und wahnen unser Herz unschuldig, wenn es sich vom Ansehen der Menschen schrecken -ließ. Wie oft schweigen wir bey der gerechten Sache des Unterdrückten, oder reden wenigstens nichts zu dessen Dvrtheile, wenn der Unterdrücker vernehm und mächtig ist!

Die Kriegsknechte und Peiniger hatten nutz Jesum in ihrer Macht, und trieben mit ihm allen Muthwillen. den ihnen nur immer ihr rohes, gefühllo­ses Herz eingab. Endlich da ste auch daran sich ermü­det hatten, und Jesum, den unschuldigen sanften Dulder, mit Schlägen, Verhöhnungen und schimpf­licher Behandlung überhäufet hatten, luden sie ihm sein Kreuz auf, und führten ihn nach Golgatha, der bestimmten Richtstätte hin. Aber kaum waren sre zum Stadthore hinaus, so sank JefuS ohn­mächtig zu Boden. Das viele Blut, das er ver­gossen , die vielen Schmerzen, die er geduldet, die vielen Kränkungen die er ertragen hatte, hat­ten zu viel auf feine Körper- und Seelenkräfte gewirkt , als daß er sich noch unter der schweren Kwuzeslast hätte aufrecht halten, und dieselbe, wie es die Gewohnheit war, bis an den Richt- xlatz hinschkepven können. Gerade dazumal kam ein Mann mit Namen Simon, von Cyrene, einer lybischen Stadt gebürtig, vom Felde, den zwan­gen sie Jesum das Kreuz zu tragen.

Auf diesem traurigen und schmerzenvollen Wege folgte den sanften Dulder vieles Volk nach, ,nd uvttr diesen waren dem; a»ch Weiber, welche