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bezahlen kann. Versöhnung ist der einzige Sieger aber sie ist eine strenge Heischerin wie strenge, dies mag das unaussprech­liche Blut der Gottheit bezeichnen! Ich habe gesündigt habe bereut aber bin ich versöhnt? Darf ich hoffen, daß der Lebens­strom, welcher auf dem Calvarienberg floß, sich mit meinen Thranen der Zerknirschung mischen und den Inhalt meines Schuldbuchs für immer auslöschen werde?

Aber ich bin nicht immer in dieser Stimmung ; denn ich finde bisweilen Augenblicke des Glückes, die meinen Kleinmuth weit überbieten. Ich brauche nur auf einige, durch lange Zwischenräume getrennte Momente der Vergangenheit zurückzuschauen bieten mir diese nicht genug Wonne ja, mehr als genug?

Was bin ich jetzt? Seht mich an, wie abgelebt ich in dem Alter von fünfzig doch ich will innehalten die Gegenwart ist ohnehin schmerzlich genug ich will nicht vorgreifen. Laßt mich zurückkehren zu den Tagen meiner Jugend, als die gesegnete Sonne des Himmels nicht nur auf meinen Scheitel, sondern auch durch mein Herz schien, in welchem Alles Licht, Leben und Liebe war.

Meine frühesten Erinnerungen geben mir nichts Anderes, als eine elende, kurze Reise an Bord eines kleinen Schiffes, nebst eini­gen unbestimmten, sehr unbestimmten Nebelbildern von Balkonen, VerandaS und sonnigen Mauern. Im Lause der Zeit finde ich mich in einer Kostschule mit ihren vier- oder sechswöchentlichen Ferien, welche ich der Reihe nach in drei Hausern verbrachte wie ich später erfuhr, dem Eigenthum der Korrespondenten und Handelsagenten meines Vaters, welcher, ein Engländer von Geburt, in Barcelona und Madrid bedeutende Handlungöhäuser besaß. Man kann sich denken, daß ein so beweglicher Stein, als ich war, keine Zeit hatte, viel von dem Moose elterlicher und kindlicher Zuneigung zu sammeln.

In meinem zwölften Jahre kam ich nach Norwich in eine lateinische Schule und unter die Leitung eines Lehrers, der zwar