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und nun, nachdem mir Schimpf und Kränkung sehr unverholen angethan war, dachte ich nur an Rache für die verletzte Ehre und an einfache Züchtigung meines Beleidigers.
Nachdem sich der erste Ausbruch meiner Empfindlichkeit gelegt hatte, ging ich auf Gavel zu, legte meine Hand schwer auf seine Schulter und sagte zu ihm mit langsamer Bestimmtheit:
„Ihr habt mich gröblich beleidigt und müßt mich um Verzeihung bitten."
„Lieber will ich Euch vorher verdammt sehen."
„Ihr müßt. Hier auf Eurem Elemente und auf Planken, auf denen ich kaum zu stehen vermag, bin ich unfähig, gleich mit Euch zu kämpfen,, denn mein Geist ist angegriffen, und ich fühle mich furchtbar geschwächt durch eine Krankheit, die Euch freilich nur wieder Anlaß zum Spott gibt. Aber um Eurer selbst und um meinetwillen rathe ich Euch, mir nicht Mordgedanken in den Kopf zu setzen. Leistet Abbitte — ich flehe Euch sogar darum."
„Habe schon gesagt, daß es nicht geschieht. Wenn ich einen Mann, der ein Mann ist, nicht wie einen Mann behandelt habe, so bin ich von Herz und Seele bereit, ihn um Verzeihung zu bitten; aber daß ich, ein befahrner Matrose, mich so weit erniedrigen sollte, einem zähnepolirenden, nach Pomade duftenden, weiß- , händigen Stärkiuehlklumpen, wie Ihr seyd, Abbitte zu leisten? — nein, das geschieht nicht, und wenn Ihr mir das Stilett auf die Brust setztet, das Eure verfluchten, memmenhaften Landsleute so gerne in Anwendung bringen. Euch um Verzeihung bitten? Wenn die Spitze davon schon in mein Herz dränge, so würde ich Euch verfluchen und in meinem letzten Sterbezucken verachten. Ha, Ihr greift nach Eurem Messer oder Eurem Dolche, wie? Recht so — da ist meine breite Brust; stoßt zu, wenn Ihr eS wagt! Ich will ebenso gerne von der schnöden Hand eines spanischen Bastards sterben, als dieses Hundeleben fortführen, denn ich bin dieser Welt satt und übersatt sammt Allem, waS darauf ist."

