orrede.

Alexander von Humboldt, dieser weltberühmte Natur- forscher neuerer Zeit, eröffnet seinenKosmos, Entwurf einer : physischen Weltbeschreibung" mit folgenden Worten:Ich über-

-t gebe am späten Abend eines vielbewegten Lebens dem deutschen m Publikum ein Werk, dessen Bild in unbestimmten Umrissen mir fast ein halbes Jahrhundert lang vor der Seele schwebte. In manchen Stimmungen habe ich dieses Werk für unausführbar - gehalten, und bin, wenn ich es aufgegeben, wieder, vielleicht

>7, unvorsichtig, zu demselben zurückgekehrt. Ich widme es meinen

r Zeitgenossen mit der Schüchternheit, die ein gerechtes Miß­

trauen in das Maß meiner Kräfte mir einfloßen muß."

! Diese Worte eines Naturforschers, der nicht bloß unter

f den Naturforschern unserer Zeit, sondern auch unter denen aller " Zeiten einen berühmten Platz einnimmt und einnehmen wird, sind in zweifacher Absicht erwähnt worden, einestheils um bei 1 seinen ausgebreiteten und tiefen Naturstudien eines Vorzugs zu erwähnen, der ihn nicht weniger ziert, als diese Kenntnisse; nämlich seine aufrichtige Bescheidenheit; anderentheils, wie be­denklich es dann für den Verfasser dieser Kosmologie ist, ein : Werk der Oessentlichkeit zu übergeben, welches bei dem Ver­gleiche mit dem Kosmos Alexander von Humboldt's in so vieler i Hinsicht weit und weit zurückstehen muß. Es stehen ihm nicht

J eben so ausgebreitete und tiefe Einzelstudien der Natur als

Hilfswissenschaften zur Kosmologie zu Gebote, noch weniger hatte er das Glück, die verschiedenen Naturerscheinungen in mehreren Wetttheilen unter verschiedenen Himmelsstrichen mit eigener Anschauung zu prüfen, wie Alexander von Humboldt, der darüber in der Vorrede zum Kosmos sagt:Es ist mir ein