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V

II.

Was zur Anklage bewog.

Die Schmach des Napoleonischen Jochs war getilgt durch den begeisterten Kampf der Freiheit. Gemeinsame Noch, gemeinsame Rettung, hatte Deutschlands Völker in Bruderliebe vereint; es ruhte der Zwist eifersüchtiger Stände ' und Bekenntnisse; wir Höften Annäherung, bürgerliche Ver­träglichkeit, billige Ausgleichung. Aber die Heiterkeit nach dem Sturm war falsch; verdächtige Nebel stiegen, womit noch die erfreuende Sonne zu ringen hat.

Anmaßende Herschsucht, blind für Gewordenes und Werdendes, ungewiziget durch Lehren der Vorzeit, und verstockt den Ermahnungen der Zeit, beharrte mit tollküh­nem Troz auf unverjährbaren Erbrechten, hier der Geburt, dort der Kirche. Beiderlei Herfchfüchtler wähnten Verdun, düngen unter sich, und mit einander, stark genug gegen den gereiften Volkssinn, und trachteten, den Geist der Besserung, und die Stimmen der Nachdenkenden über zeit­liches und ewiges Wohl, zu dämpfen durch List und Schreck­nisse der Gewalt.

Als das Säkularfest der Reformation gerüstet und ge­feiert ward, als für das Licht der errungenen Glaubens­freiheit die Evangelischen mit Herz und Mund, verständige Katholiken im Herzen, der Vorsehung dankten, als katho-