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An meine Brüder Freimaurer.
Jesus ist Gott.
L^iese drei Worte, meine Brüder, fassen den-Inhalt unseres, ganzen Hirtenbriefes,*) — schrieb vor längerer Zeit an euch der große Unbekannte, dessen Schuhriemen aufzulösen ich unwürdig bin. — Gott — Gott ist unser Ziel! — donnerte euch ins Ohr der Hochwürdigste Veteran des Ordens, dessen köstliche, Alles umfassende Rede ihr weiter unten neuerdings abgedruckt findet. Aber der Donner verhallte als leerer Schall, und der Blitz des Hirtenbriefes, statt das geistige Sensyrium der Guten zu öffnen, und das mit Stolz und Dünkel, verpanzerte Her^ der Bösen zur Demuth und nagenden Selbstorkenmniß zu führen, wird jetzt in euren Archiven von den klügeren Motten gefressen, damit ihr ja nicht verführet werdet, euren Lieblings-Leidenschaften Zwang anzuthun, und eure, zu nichts führende Arbeiten einzustellen. — Doch der Titel meiner Schrift bezeichnet ja in mir einen Wegweiser nicht nur für euch Geweihte, sondern für alle Wahrheit suchende Menscheu. Gott und die Natur haben keine Geheimnisse vor ihren Kindern. Alle sind berufen, und nur die können sich, auch ungeweiht, ächte Maurer nennen, die reines Herzens sind, und mit festem Willen den einzigen Gott und Bruder aller Menschen, Jesum Christum, kennen zu lernen wünschen. Denn wie kann man Den lieben, den man nicht kennte Den anbeten, den man zu verstehen sich nicht einmal die Mühe nimmt? —
*) Hirtenbrief an die Maurer alten Systems. Hieronymus, Erzbischof zu Salzburg, ist nicht der Autor, aber Einer der Sieben Gh. Obr.

