Viertes Kapitel.
Von den Lacken, welche, dem Künstler so wohl, als dem Liebhaber, bey dem Gebrauche ver farbenlosen und colortrten Firnisse immer vorschweben müssen. — Verschiedene Arten der Palronenmahlerey (auf aufgedrückte Formen.) — Von gefirnißtem WachStaffet und Wachsleinwand.
^)ie beste Bereitung der Firnisse, die genauesten Comblnazionen der Farben reichen noch nicht aus, um sie mit allem Glanze, dessen sie empfänglich sind, hervor treten zu lassen. Noch wird eine geübte Hand erfordert, um sie aufzutragen; endlich muß Geschmack den Liebhaber leiten, welcher noch nicht recht auf die Arbeit eingerichtet ist.
Die Instrumente, deren die Patronenmahler sich bedienen , sind nicht sehe zusammen gesetzt und mannigfaltig. Ein glatter Stein, ein Läufer, ein Spatel, ein biegsames Messer, um die auf dem glatten Steine zerstreuten Farbenportionen wieder unter den Läufer zu bringen, einige Pinsel, einige Gefäße odcrFacbentöpfe, um einzurühren, das ist der ganze Apparat, den der Liebhaber bey dem Gebrauche der Firnisse und Farben nöthig hat.
Die Farben können nicht so verarbeitet werden, wie sie der Handel liefert. Sie wollen gereinigt, gerieben, mit den verschiedenen Flüssigkeiten, welche die Kunst benutzt, um ihre Verbreitung auf den zu mahlenden Gegenständen zu erleichtern, vermischt werden; mit

