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Schlußworte.
Damit hätte ich denn jetzt meine Aufgabe gelöst, und in 12 Vorlesungen das weite Gebiet des Menschen durchlaufen. Ich habe Ihnen dabei den Menschen gezeigt, wie er leibt und lebt, ja zuletzt noch, wie er stirbt, und was seiner wartet nach dem Tod. Ich habe oft, ja wohl' in jeder Vorlesung das Gefühl gehabt, daß ich Ihnen habe zu viel bieten müssen, zum augenblicklichen Verarbeiten, zu viel für's Gedächtniß. Es ließ sich aber nicht ändern; der Gegenstand sollte eben in diesen 12 Vorlesungen erschöpft werden. Ich getroste mich jedoch dabei der Aussicht, daß Sie durch das gedruckte Wort sich das ergänzen können, worin Ihnen Ihr Gedächtniß untren geworden; ich getroste mich bei dieser Aussicht auch noch des Gedankens, daß Sie dadurch ein mehr, als nnr vorübergehendes Bild vom Menschen bekommen werden.
So hätte ich denn in diesem Winter 12 schöne volle Stunden im geistigen Verkehr mit Ihnen, meine verehrten Zuhörer und Znhörerinnen, gestanden, und diese Stunden sind mir zur wahren Freude geworden, nicht nnr, weil nur der Gegenstand selbst sehr lieb war, und ich mir manches wieder vor die Seele rufen durste, was fast vergessen war, ja manches selbst gelernt habe, denn ich bin wahrlich nicht Willens, Sie glauben machen zu wollen, ich hätte dies alles nnr so gleichsam ans dem Aermcl geschüttelt, und dazu nicht Studien nöthig gehabt, sondern hauptsächlich deßhalb, weil ich an Ihrer unausgesetzten Theilnahme und Ihrer angestrengten Aufmerksamkeit das rege Interesse wahrgenommen habe, welches Sie dem Gegenstand geschenkt haben. Nehmen Sie dafür meinen aufrichtigen, wärmsten Dank hin, und lassen Sie mich jetzt nur noch eine Hoffnung und einen Wunsch aussprechen. Die Hoffnung, daß manches Samenkorn, das ich habe ausstreuen dürfen, fruchtbringend anfgehen möge, und den Wunsch, daß Sie auch der Erinnerung an diese Vorträge, und dein gedruckten Worte die gleiche, gütige Nachsicht schenken möchten, welche Sie stets dem gesprochenen Wort geschenkt haben. —

