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Kopfweh

Kopfweh der Pferde.

Ich mache billig den Anfang bey dem Haupt, weil dasselbe für das vornehmste Glied der Pferde gehalten wird. Sie werden aber nichts desto weniger mehrmalen mit Kopfweh geplaget, welches zwar schwerlich zu erkennen, doch sind einige Umstände, die es einigermassen verrathen, da sie, ohne sonsten gehabten Ge­brauch, die Ohren hängen, den Kopf abwärts hängen, geschwollene und thränende Augen haben, und darüber ganz traurig sind; dieses ist öfters eine Seuche, die unter den Pferden graßiret, und von einer ungesunden Luft her­kommt, oder sie bekommen es von einem unge­sunden dämpfigen Stall; verspüret man, daß der Stall daran Ursach wäre, so kann man das Pferd in einen andern Stall thun, ihm an dem Hals zur Ader lassen und den dritten Rachen stechen, auch etwa das Futter verändern, her­nach ihm folgende Kräuter in das Trinken le­gen :

Nimm braune Betonien,

Baldriankraut,

Nachtschatten,

Dosten, jedes 3 Hände voll, alles zerschnitten, in ein Säcklein gethan, Was­ser in einem Eimer daran geschütt, und das