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vorgebracht worden. Es wird sich aber immer EtwaS finden, was man noch bey keinem Reisebeschreiber gelesen hat.
In Wien sind über zweyhundert Aerzte. Es ist ganz natürlich, daß sich hierunter mehr schlechte als gute finden. Die schlechteren wollen sich doch auch beym Publikum bekannt machen, und schreiben Vrochüren, die oft dumm genng ausfallen. Im protestantischen Deutichr lande werden Aerzte von dieser Klasse Rezensenten, und nehmen eine Miene an, als wenn sie wirklich Gelehr.' samkeit oder Menschenverstand besäßen, welches doch bey Gott! der Fall äußerst selten ist. Wenn sie nun Schwäche oder Albernheit bey einem dummen Wiener Arzte, der unter ihnen zum Rezensenten wäre gebohren gewesen, entdecken, so wird dann überlaut über Wiener Aerzte geschrien. Die Jünglinge schreyen ihren Lehrern nach, und das Iha wird allgemein.
Ich habe elende Aerzte in Wien gefunden. Aber auch immer waren Männer dort, welche alle deutsche protestantische Fakultäten weit überwogen. Eben so war es auch der Fall mit den Aerzten in Italien. Ich könnte hier so viele Italiäner und Wiener nennen, gegen welche sich gewiß kein Jenenser würde haben stellen mögen, wenigstens nicht so, wie sich der jüngere Frank gegen das Jenenser Orakel, Hufeland, in Betreff des Rer/ venfiebers gestellt hat. Wie klein sieht da der Jenenser gegen den Wiener! Man betrachte noch van S w i e te n,

