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dem Gange und dem eigenthümlichen Cha- racter der Philosophie/ die Montesquieu sein unsterbliches Werk eingegeben hat: ein Gang und ein Character/ die den deut­schen Genius nicht ganz ansprechen konnten.

Die Uebersetzung eines solchen Buchs war keine leichte Aufgabe. Wenn im All­gemeinen in einem originellen Schriftstel­ler die Sprache und der Gedanke unzer­trennlich sind/ sich wechselseitig bedingen/ wie in der organischen Welt ein jedes Le­ben und die ihm entsprechende Form/ so ist dieses ganz besonders bei Montesquieu der Fall. Je kürzer/ schärfer/ geistreicher/ lebendiger sein Ausdruck/ um so schwerer wird es/ ihn in unsere Sprache zu über­tragen/ eine Sprache/ die/ obgleich aller Töne fähig/ doch weit mehr für die Spra­che der Phantasie/ des Gemüths/ der Ver­nunft/ als für die des Verstandes und des Witzes gelten muß.

Aber auch abgesehen von den noth-