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«nt« welchen der Leichnam des h. Adalbert, dann die Leichen seiner 5 Ordensbrüder, u. des l), Gau- dentius, nebst einen aus puren Gold gegossenen Kreuz, dann eine Tafel (ebenfalls von Gold, 300 Pfund schwer), sich befanden a). Dieser Herzog ließ auch sogleich eine eigene Kapelle vor der St. Veits- kirche, unter dem Titl. des h. Adalbert erbauen, worin diese Hekligthümer aufbewahrt werden kennten.

Im I. 105? ließ Herz. Spitihuew II., da er den Andrang der Pilgern zu dem Grabe des h. Adal­bert u. Wenzels wahrgenommen hatte, die Kirche des h. Veit als auch jene Kapelle abtragen, u. eine neue von Stein aufführen; allein der Tod raffte ihn das folgende Jahr nach begonnenem Werke hinweg, u. sein Bruder Wratislaw II. führte den Bau vol­lends aus, auch fügte derselbe eine geraume Halle hiezu, bei welcher ein überaus hoher Thurm stand.

Am 27. Nov. 1068 wurde in dieser Kirche der Prager Bischof Severus Ritter von Sslebirz begra­ben b). /

Im Jahre 107^ ließ Herzog (spater König) Wratislaw II. die Juden in der Stadt Prag zählen, u. dieweil er fand, daß sich derselben 5259 allhier befinden, so befahl er auf das schärfste, daß sich nur 1000 derselben in der Stadt aufhalten dürfe, die übrigen 4210 Personen aber, haben nicht nur Prag sondern das ganze Land zu meiden. Diese hierüber -höchst aufgebrachten Juden, brachen zur Nachtzeit'in

a) Caproc. Calend. rer. gest. fol. 445.

b) S. Vaterland XI. Hst. Nr. 271 u. 281.