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Der innere Beruf.

von der Erwählung eines künftigen Studiums die Rede war, so war dieß schon eine Veranlassung, bei der er, nach der Lehre seines Freundes, der nächsten Pflicht, dem Gehor­sam gegen seine Eltern, seine Neigung aufopfern sollte. Er hätte nämlich nichts lieber als Theologie studiren mögen, um selbst, wie sein lieber Pfarrer, aus den ersten Quellen die Wahrheit erforschen zu können, aber sein Vater, dem er nicht einmal seinen geheimen Wunsch zu entdecken wagte, schlug ihm die Staatswissenschaft und nachher Landökonomie vor, weil er diese Studien, als einstiger Besitzer bedeutender Ländereien, am dienlichsten für seine Söhne erkannte. Emil gab schweigend nach und so sehen wir ihn denn, mit vielem Schmerz, bald seine kleine Welt das freundliche Dörf­chen verlassen und in der Stadt eine höhere Lehranstalt besuchen und ein paar Jahre später mit den besten Zeug­nissen aller seiner Lehrer, sowohl hinsichtlich seiner ausge­zeichneten Kenntnisse, als seiner musterhaften Sitten, der Universität zuwandern.

Auf dem Weg, den Emil begonnen hatte, schritt er auch kräftig vorwärts. Still und unbemerkt wollte er auf der hohen Schule nur seinen Studien leben, aber seine hervor­stechenden Talente und sein unermüdeter Fleiß lenkte, ohne seinen Wunsch, manches Auge, lobend oft auch spottend, auf den stillen edlen Jüngling. Er ließ sich dadurch nicht stö­ren, seinem innern Blick strahlte ein unvergängliches Ziel entgegen, das, erhaben über Menschenlob und Menschen­spott , des treuen Laufes, dem, der es einmal erkannt hat, wohl werth ist. Härter noch waren seine Übungen, als nach Jahr und Tag auch der wilde Robert dieselbe Univer­sität bezog und sich auf die Seite der Spötter stellend dem guten Bruder mehr noch durch seinen thörichten Leichtsinn und immerwährende Zerstreuungssucht, als durch seine geist­losen Spöttereien betrübte. Was die brüderliche Liebe ihm