Vie Vergeltung.

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dieser Welt gar bald wieder ersticken ließ. O, welch eine aufmerksame Treue gehört dazu, wenn ein empfangenes Pfund unter dem Gnadenbeistand Gottes wuchern sott, das läßt sich nicht nur so mit einer flüchtigen Rührung oder einem schnell vorübergehenden Gefühle abmachen! Neben diesem Allem waren aber Herr und Frau Weyhing ehren-, hafte Leute, freundlich, wohlthätig gegen Arme. Das Haus Weyhing hatte einen guten Namen, Jederniann sprach mit Achtung davon; der einzige Mangel: daß der Herr nicht der erste der Gäste war und daß von seinem göttlichen Geist das Haus nicht regiert wurde, mochte wohl nur demjeirigen Beobachter bemerkbar werden, der seinen Maaßstab nicht nach dem gewöhnlichen Weltmaaß anlegte.

Wie das tägliche Leben, so war auch die Erziehung im Weyhing'schen Hause beschaffen. Ihre Ehe war mit drei liebenswürdigen Kindern gesegnet: Moriz, Emil und Hermine. Vater und Mutter waren ernstlich bemüht ihre Kinder auf's Beste zu erziehen. Das heißt: man gab den Knaben einen eigenen Hofmeister, der Tochter eine Gou­vernante, man hielt ihnen noch überdieß die besten Lehrer, inan scheute keine Kosten. Ebenso duldete man nichts Un­anständiges, nichts Ausgelassenes, die Kinder mußten stch artig und zierlich §u benehmen lernen und da ste gut geartet und begabt waren, so wurden sie bald als Muster vorzüg­licher Erziehung von Allen gepriesen, die sie sahen. Auf ihren innern Herzensgrund sah man nicht und die armen Kinder wurden ebensowenig darauf geführt in diese verbor­gene Werkstätte zu schauen. Der Vater pries stch glücklich an dem Hofmeister einen hellen Kopf gefunden zu haben, der, reich an schönen Kenntnissen, alte Vvrurtheile und ein­seitige Vorstellungen längst beseitigt habe und darum fähig sei seinen Söhnen eine aufgeklärte, vernünftige Weltansicht beizubringen. Ter junge Mann war auch angenehm im