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Säsmn gleich das Latein, besonders in den letzten zwanzig Jahren, mehr und mehr-aufgehört hat, Bü-, chersprache zu sein, und es jetzt nicht einmal einem Philologen sonderlich zum Vorwurf gereicht, wenn er kein gutes Latein schreibt: hat doch eben diese Zeit, außer Grammatiken, Theorien des Lateinischen Stiles und andern Werken der Art, auch eine solche Anzahl von Uebersetzungsbüchern aus dem Deutschen ins Lateinische, wie keine andere, hervorgebracht. Diese Erscheinung drängt dem unbefangenen Beobachter die Bemerkung auf, daß man, trotz des Mißkredits, in welchen das Lateinschreiben gekommen ist, dieses dennoch als zur Erreichung gewisser Zwecke nothwendig festhält, aber über die Art und Weise oder den Weg, zu diesen zu gelangen, nckch nicht so allgemein einig geworden ist. Mag nänilich der Eine die Geläufigkeit, das Latein zur Darstellung der eignen Gedanken, wie die Muttersprache oder eine andere Sprache des neuern Europa, gebrauchen zu können, der Andere dagegen nur genaueres und tieferes Eindringen in dasselbe erzielen, weil dadurch das Verständniß der Schrift-

