ginnt zwar eben so mit anfangs fast gleichgülti­gen Symptomen wie die acute, bleibt aber auf der Grenze des zweiten Stadiums oder beharr­lich innerhalb desselben stehn, hat deutliche Re- und Intermissionen und macht sehr gerne Recidive, was bei der acuten nie der Fall ist. Die Knaben, wovon noch keiner das dritte Sta- * dium Erreichte, dann von den Mädchen die vom zarteren Alter, die vorzüglich schwächlichen, schlaffen, schlecht und fehlerhaft genährten schei­nen ihr unterworfen zu seyn. Bei Knaben sind alle Bewegungen und Zuckungen durchaus min­der lebhaft, machen weniger rasche Uebergänge als bei Mädchen, und die Heilung ist bei jenen weit schwieriger und langweiliger als bei die­sen. Was man bei Mädchen in einigen Wochen ausrichtet, dazu sind bei Knaben Monate und mehr erforderlich. Ein Judenknabe bekam 6 Jahre nach einander jedes Frühjahr die Anfälle^ ein andrer lijähriger Bauernknabe konnte bei aller Beharrlichkeit im Gebrauche der Arzneien erst nach drittehalb Jahren geheilt werden.

* Bemerkenswerth ist es noch dafs in 21 Fällen der unwillkürlichen Muskelbewegung, xömal Würmer und Infarkten, einmal zurück- getriebene Krätze, einmal unterdrückter Fufs- schweifs die Ursache waren, in 4 Fällen aber, lauter Mädchen, weder Würmer noch irgend