Todesangst stand i?h wahrlich iaus, aber den an- .dern Tag und auf immer war der Schmer/, weg.
u Noch mufs ich über die ängstliche Lage lä- ’chen, tvorin ich mich vor ohngefähr 40 Jahren befand, als ich sie zum erstenmal in meinem practischen Leben, einem zu Wilmarshof vom Baue "herunter gestürzten Dachdecker reichte. Dem Manne waren zwei Rippen zerbrochen und er sonst noch stark gequetscht. — r Ich zu seiner Hülfe vom Amtmann berufen, gab dem schwerathmenden Manne den Arnikatrank frisch weg; wohl zu rasch , weil ich seine heftige Würkung noch nicht aus Erfahrung kannte. Nach 3 Stunden schrieen Frau und Kinder erbärmlich: erstirbt! er stirbt! — Der Verlezte atlimete röchelnd, konnte kein Wort reden, der kalte Schweifs träufelte von spinen Wangen, sein Puls war kein, schnell, gedrückt. Der Herr Aeskulap w r ar in keiner geringen Seelentortur; und doch .durfte ich mir es nicht pier- ken lassen, dafs mein gepriesener Trank schuld sey. Ich tröstete was ich konnte, gab statt dessen Erfrischungen.
Der Mann fieng an Blut in Menge auszuhusten und auszuräuspern, und damit kehrte freier Athem, Leben und für mich herzliche Beruhigung wieder. Er wmrde geheilt, blieb aber doch ein halber Invalide.
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