sie das Zimmer zum erstenmal verlassen, sich gegen Abend heftig erzürnt; hierauf nach Mitternacht die peinlichsten Leibschmerzen mit Erbrechen bekommen.
Am a3ten fand ich den Unterleib äusserst ausgedehnt, vom Anfühleh empfindlich schmerzend, den Puls sehr schnell, die Gesichtsfarbe blafsgelblich, die Hitze brennend, kurz wahres Puerperalfieber. Calomel mit Opium, Oelmixtu- ren, Mohnsamenemulsionen, Fomentationen des Unterleibs mit Decocten von hyosciamus , cicuta und Chamillen in Milch — und ein Blasenpflaster auf den Unterleib minderten die Leiden innerhalb 3 Tagen sehr merklich.
Den 2.6ten lief aber der Unterleib auf einen begangenen Diätfehier wieder schnell und aufs schmerzhafteste an, wozu sich noch ein häufiger, sehr empfindlicher Schlucken gesellte, durch dessen Erschütterung die Schmerzen vom Unterleibe an bis in die Oberschenkel empfunden wurden. Der Puls war irregulär, beim 4ten Schlage intermittirend. Die Mittel wurden fortgesezt, worauf gegen Abend vier abscheulich riechende, mit einer Menge wnifslicher und eiteriger Flok- ken vermischte Abgänge erfolgten und der Leib mit grofser Erleichterung zusammenfiel: ' Nur die rechte Bauchseite schmerzte noch vom Berühren; — es wurde ein neues Vesicator dahin

