■•"Tif
564
Wieder nach meiner mit Tort. sol. und Extra c-
ten gewürzten Rhabarbertinctur. Heroisch durf-
■| Vi
te ich nun einmal gar nicht agiren; so sehr recht auch Herr Kämpf urtheilte.
i w
Vom 22ten März trank ich Morgens eine Tasse Brunnenkressensaft dabei. Anfangs meiner Gelbsucht giengen viele stinkende Feces , in der Folge eine Menge Schleim und aschgrauer Excremente, oft mit heftigen Brennen im After ab. Weder durch Urin, noch weniger durch Schweifs, den ich durch Bäder nicht hervorlok- ken konnte, folgte jemals eine entscheidende
i
Ausleerung. — Endlich in der Nacht zum drit
ten April, nachdem Abends vorher durchs Cly- stier viele kugelförmige grüne, weisse, braune Excremente abgegangen waren, erwachte ich mit 3auchw r eh, Ekel, Schwäche, Trieb zum Stuhle, — und unter Anwandlung von Ohnmacht i^ieng eine ungeheure Menge grüner, dem häfs- Ichen Geruch von vermoderndem Kuhmist ähnelnder Unreinigkeiten fort. Ich fühlte Ekel, steckte den Finger in den Schlund, und brach Abends genossenen Lattich mit Feldhuhn, und das mit entsetzlich saurem Geschmack weg.
‘Jflt/
Damit öffnete sich der Gallengang und die
Gelbsucht fieng an augenscheinlich zu weichen; V*
Abführende Mittel wirkten nun viel leichter.

