Es war am l8. März 1647, als ich nach Hause zurückkehrte, ermüdet von einem jener langen Spa­ziergänge, auf welchen ich die einsamsten Gegenden aufsuchte, um daselbst meine traurigen Träumereien und die fortdauernde Bedrücktheit meines Geistes zu begraben. Kaum hatte ich die Schwelle des Hotels überschritten, kaum war das alte Gitter, welches sich so selten aufthat, knarrend in den verrosteten Angeln, mit seinem ganzen Gewicht wieder in's Schloß ge­fahren, so überreichte mir der Hausmeister ein Schreiben.

Ich erkannte sogleich den großen Umschlag und das große Siegel, dessen Anblick mir stets einen Schauer des Entsetzens und Schmerzes verursacht hatte; ich empfing die Botschaft zitternd und stieg, darauf gefaßt, einen jener grauenvollen Befehle vor­zufinden, welchen ich kraft meines schrecklichen Be­rufes Folge zu leisten verpflichtet war, mit Mühe die Stufen der Treppe zu meinem Hotel hinan.

In meinem Zimmer angelangt, erbrach ich ver- zweifluugsvoll den verhängnißvollen Umschlag, wel­cher irgend einen zu vollziehenden Todesauftrag in sich schließen mußte; ich Öffnete das Schreiben.

Es war meine Entlassung!!!