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ich für meine Sünden genug thue, damit ich Dich vollkommen aus meiner ganzen Seele liebe, o unendliche Güte! Wie einen Siegelring drucke ich Dich auf mein Herz und meinen Arin, daß mich künftighin Niemand belästige, daß Alle, die es sehen, erkennen, daß ich Dein Diener bin, Dir allein zu leben und zu sterben verlange und Alle Dich preisen, mit dem Vater und dem heiligen Geiste Dich loben und verherrlichen in alle Ewigkeit. Amen.
Betrachtungen für jeden Tag des Monats. Erster Tag.
Wie nothwendig dem Christen die Betrachtung seines letzten Zieles und Endes sei.
Man kann es weder aussprechen, noch sich vorstellen, wie groß die Unwissenheit unter den Christen in Rücksicht aus ihr letztes Ziel und Ende sei. Gäbe es keine Ewigkeit; wäre nach diesem Leben nichts zu hoffen, nichts zu fürchten: so könnten wir wahrhaft nicht anders leben. Aeußerst Wenige gibt es, die ernstlich erwägen, daß ihnen dieß als ihr Einziges, wornach sie Alles richten, wornach sie alle Kräfte an- strengcn müssen, nämlich: daß Jeder das ihm vorgesteckte Endziel erreiche, das wegen seiner selbst gesucht und aus nichts Weiteres gerichtet wird; davon der Apostel Philippus redete, da er sprach: Zeige uns

