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I. Abschnitt. Von der Einheit.
§. i.
Handel und alle Geschäfte, welche unter Mensche» "statt haben, erfodern, daß man von der Größe der Dinge, d. h. von dem Mehr und Weniger der Dinge genaue Begriffe habe. Z. B. Es giebt Fälle, wo man wissen muß, wie lang ein gewisses Stük von einem Gewebe, oder Zeuch sey; wo man wissen muß, wie schwer dieser oder jener Klumpen sey; wo man wissen muß,' wie viel dieses oder jenes Gefäß von flüßigem Wesen, oder von Körnerfrucht enthalte, u. d. m. — In andern Fallen muß man wissen, wie viel denn das eigentlich gegen das Ganze betrage, was man davon genommen, oder was man darzu gethan habe.
So nun war man genöthigt, ein gewisses Mas anzus nehmen, vermittels dessen man alles das obige, was man vom Mehr oder Weniger der Sachen wissen muß, bestimmen konnte.
§.2. Dieses Mas Heist: Die Einheit. Die Einheit wird durch nichts anders, als durch Erfahrung, durch sinnliche Darlegung ihrer Größe oder ihres Wer- thes begriffen. Aber man muß die Größe der Einheit kennen, sonst bleibt ja, wie sich das von selbst versteht, alles unbegreiflich, was man durch die Einheit begreiflich machen will. Zum Exempel: Wenn man sagt: Der Sak voll Frucht wiege ioo Pfund, und man wüste nicht, wie schwer i Pfund ist, so ists grade unmöglich, zu begreifen, wie schwer dieser Sak Frucht sey; so, wenn mau sagte: das Stük, Zeuch halt 5 1/2 Elle und man wüste nicht, wie lang die Elle wäre, so ist es unmöglich einen Begriff von der Länge des Stük Zeuchs zu haben; wenn man sagt: 8 englische Schillinge, und man weiß den Werth eines Schillings nicht, so ist es unmöglich zu begreifen,was für einen Werth die 8 Schillinge haben; und so von allen Dingen, die man durch eine Zahl an- -gäbe, wobei man aber nicht wüste, wie groß die Einheit wäre.
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