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Gute und Gottgefällige in demselben Raum gewinne und dann verweilen möge. Das Gewand unserer Seelen wollen wir zu waschen suchen von seinen Flecken, damit wir gewürdiget werden, morgen vor dem Herrn der Herren, vor unserem gnadenvollen Könige zu erscheinen. °

Schau gnädig auf uns nieder, Herr,.unser Gott!' Sieh' mit Wohlgefallen Deine Kinder alle in Deinem Hause vereinigt. Voll- zählig hat Deine Heerde, am Abend sich um ihren Hirten versam- melt, auch die weitverirrtesten Lämmer haben den Weg zurückge- fundcn. Nimm sie alle gütig auf. Heile die Verwundeten und pflege die Ermatteten. Tilge unsere Sünden, und schaffe sie an einen Ort, wo ihrer nimmer gedacht, wo ihrer, nim- mer erwähnt, wo sie nimmer zur'Erinnerung'kommen in Ewig- kein Söhne uns aus mit Dir. Wie eine Scheidewand sie- hen unsere Sünden zwischen Dir und uns, auf Deinen Ruf möge sie einstürzen, damit uns nichts mehr trenne von unserem Gotte. Wie eine schwere Last liegen unsere Vergehungen auf uns, nimm sie hinweg, damit wir uns wieder frei zu Dir emporrichten kön- nen. Laß Deine Vergebung, Deine Versöhnung eine vollkommene sein. Neige Dich zu uns nieder, zieh'-uns zu Dir empor. Und erhalte, uns, Herr, unser Gott, t5eu in Deinem Dienste, wie von diesem Abende bis zum morgenden Abend', also auch von diesem Dersöhnungstage bis zu dem Versühnungstag', der im nächsten Jahre zu unserem Heile kommen wird ( מיום ננפךים זה* ער לפךים הבא עלינד לטיבה: > pi ־)

Wir alle blicken heute und morgen zu Dir, dem Ein igen, empor. Alle Augen, schauen sehnsuchtsvoll auf Dich, und unsere Blicke vereinigen sich in Dir. Du bist der Mittelpunkt unseres Lebens, die Seele unserer Seelen, unsere Herzen streben alle nach Dir« und finden in Dir sich zusammen. Wir fühlen es, wenn wir vor Dir stehen, wenn wir zu Dir beten, daß Du unser Aller Vater bist, daß wir alle zusammen Einen Väter haben, daß Ein Gott uns geschaffen- Haben wir uns abeg- auch als Bruder und Schwerem gegen einander betragen? Haben wir nicht den Bund unseres Vaters entweiht, war nicht der Bruder oft treulos gegen den Bruder,? Hat der Verwandte nicht den Verwandten hintergangen, der Freund verläumdet den Freund? war nicht der Spott unsere Lust, die Unwahrheit auf unserer Zunge? Gutes haben wir mit Bösem vergolten; in der einen Kammer unseres Herzens wohnte der