Neid, in der anderen die Racke, und 'böser Gesinnungen war un- sere Seele voll. — Vater im Himmel, der Du voll Liede und
Güte bist. Du willst, wenn Du in Dein Haus kommst, daß Alles
in Frieden beisammen wohne. Nur unter friedlichen Kindern willst Du verweilen Vater des Friedens.- So hilf uns denn die Starrheit unseres Herzens besiegen,^ erweichen! dasi wir sagen zu dem, den wir gekrankt: ״ vergilb!" und zu dem, der uns ־•ה
beleidiget; ״ dir sei vergeben!" — führe beute das Herz ה
der Aeltern zu den Kinden, und das Herz der Kin- 1 der zu den Aeltern: gieb, daß alle heiligen Bande an dem heiligsten aller Tage erneuert und befestiget werden. Das Band 1 der Familie, das Band der Ehe, das Band der Freundschaft/sie .! mögen um uns geschlungen sein wie ein dreifaches Band^ ' י das nicht bald sich auflöse. Aus der Quelle Deiner Güte erfülle die Herzen mit überwallender Liebe. Wie Du vergiebst, j lehr' auch uns vergeben,, wie Du kommst. Dich mit uns auszusoh- nen, so lehr' auch uns versöhnlich sein, so söhne uns aus mit' unseren Nächsten. ' Sei Du der Friedensstifter zwischen den « Entzweiten, die vermittelnde Hand des Vaters füge ineinander die Hände der Kinder. Hör' nicht auf, in ihr Herz zu dringen, bis die Feindschaft gewichen, laß nicht ab, bis sie Deinen liebrei- chen Worten nachgegeben. Und erhalte uns, Herr, unser Gott, treu vereinigt, wie von diesem Abende bis zum morgenden Abend', also auch von diesem Vcrsohnungstage bis zu demVersohnungstaq', der im nächsten!Jahre zu unserem Heile kommen wird (□ מיו בפרי□ זה" ע ך ירכז בפרים י הבא עלינו ^טרבה )
Und nicht nur mit Dir und unseren Nächsten, auch mit uns, auch mit uns selbst söhne uns aus , allgnädiger Gott und Herr! Oft haben wir Unfrieden in uns und peinliche Unruhe quälet unser Herz, wenn die Leidenschaft es beherrscht, wenn die sinnliche Begierde wie ein wilder Sturm die Wogen unseres Ge- müthes aufregt, wenn die Sorge für des Leibes Wohlfahrt uns zum Bösen hinreißt, wenn von der lautfordernden Selbstsucht Dein Ruf. in unserer Brust übertäubt wird. Heute aber ziehet mit der Stille dieses Abends ein heiliger Frieden in unser Herz; seine Wogen legen sich und das Walten Deines heiligen Geistes wird vernommen. Morgen da legen sich unsere Begierden, schwei- gen unsere Leidenschaften, und die Seele tritt vor mit ihren oft ' verkannten Ansprüchen und die sinnliche Forderung unterwirft sich ihrer gebietenden Herrschaft. Hilf uns da, o Herr, den Frieden

