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3 Gleich lichten Tag' ist Dir die Nacht erdellt.
Der Du mit Einem Blicks durchforschst die Welt. 4- Du wohnst in der Verborgenheit,
Und das Verborg'ne schaust Du jederzeit.
5. Er sitzet zu Gericht allein, ׳ , ׳ -
Der Einz'ge spricht, wer wendet ein?
6. Mit gleichem Maaße mißt er Volk und Mann«
, Und Niemand klagt darob ihn an.-
7. Das sollte kein Geschaffener überseh'n.
Um seiner Leidenschaft nicht nachzugeh'n, ' ־׳ Um nicht dem Schaffenden zu widersteh'n:
8. Den Ursprung seiner Quelle;
Die tiefe Grabeszelle;
Die Rechenschaft vor hoher Stelle *).
- 9. Entheiligung in seinem Fleische webt *', Entheiligt leicht, so lang er lebt,
- Entheiligend, wenn man in's Grab ihn gräbt.
10 Die Tage seines Lebens — trüber Rauch, -
Und seine Nächte-eitler Hauch,
Und seine Werke-ohne Taug. ׳
H. Halb Traum, halb Wachen ist sein Lebens Gespenster machen stets in beben.
s. c-jur
dann die Schwachen ansangen, welche ihr keinen großen Widern stand leisten können? —
2) Anspielung ans Sprüche der Vater Abschn. 3, 1: ״DreiDinge
bemalte im Auge, und du wirst nicht leicht sündigen: bedenke« woher du stammst, wohin du gehst, und vor wem du einst Rechenschaft ab l e g e n' 1 ט irft. — Woher d u stammst? aus unreinem Keime. Wohin du gehst? in die Behausung der Würmer. Vor we-m du einst Rechnung, legst-? vor dem König' aller Könige, dem Heiligen, gelobt .sei Er." - ׳
3) Das Fleisch des Menschen, sein leiblicher, irdischer Theil, reizt zur Sünde an und entheiliget die reine, gottentstammte Seele» Deßwegen ist dem Israeliten die Reinhaltung des Leibes anem- pfohlen, weil seine Entweihung auf die Seele übergeht, und deßhalb hat dieser Leib selbst, der Sitz aller Entheiligung, sobald die Seele von ihm ׳gewichen ist, entheiligende, verunreinigende Kraft. —

