93

unser Gott, deßhalb stehst Du einzig da, denn unter den Mächti- ger ist keiner Dir gleich.

s. Ja, Deines Gleichen ist nicht auf Erden, und kein Gott ist außer Dir in den Höhen, Der unermeßliche Himmel vor- kündet Deine Ehre, von allen Enden der Welt erschallet Dein Lodgesang; die heiligen׳ Seraphim verherrlichen Deine Heiligkeit, und die wandelnden Sphären benedeien Deine,Majestät. Horch, die Morgensterne stimmen ihr Lied an, und die Abkömmlinge Gottes bringen laut ihre Huldigung dar. Mcereswogen jauchzen Deinen Namen, die Bäume auf den Gebirgen brechen in Jubel aus, und frohlockend schlagen die Ströme in die Hand. Das Ge- wild des Feldes und die Blumen auf den Auen sind Sänger worden; die Bewohner der Meerestiefe haben Stimme bekommen, und alle Wesen in der weiten Schöpfung lobsingen Deinen heiligen Namen, hocherhabener Gott!'Alle harren, alle warten auf Dich, daß Du ihnen Nahrung und Auskommen verleihest. Die Jrdi- schen 6 7 ) werden aus Deiner offenen Hand gespeist und ,erhalten, die Himmlischen von dem Glanze Deiner Majestät überströmt und gesättigt, . '

;j? Denn die Erde und der Himmel weit ^ Sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. *_

v Und welche Nation auf Erden ist Israel B ) zu verglei- chen? Einzig steht cs da unter den Völkern, in der Anerkennung Deiner Herrschaft, in dem Bekenntnisse,Deiner Einheit, in der Lobpreisung Deines herrlichen Reiches, in der Verkündigung Dci- nes hochgelobten Namens! Seine Gebete ordnet es an. Dick zu erbitten, seine Gesänge ertönen . Dich zu erheben; sein Loblied dehnt es aus, bis es Dich besänftigt, sein Fleh'n ^ergießet sich.

6) Zn diesem Abschnitte schildert der Dichter die Verherrlichung Got- tes durch die Natur, alle Geschöpfe preisen, durch ihr Dasein den Herrn.

7) Die irdischen Gebilde erhalten von Gott leibliche, die himmlischen geistige Nahrung, wie die Weisen sagen: ״in jener Welt wird

nicht gegessen und nicht getrunken,.. sondern die Gcrech-

ten sitzen, die Krone ihres'Verdienstes auf dem Haupte, und genießest von dem Abglanze der Gottheit."

*) Nachdem der Dichter bisher von der Herrlichkeit Gottes gespro- chen, so geht er jetzt auf das Lob des Volkes über, das Gott einst eingesetzt, um seine Herrlichkeit auf Erden zu verkünden, die die Lehr? von seinem hochgelohten, einzigen Namen zu erhallen.